In den meisten Bestandsbädern lässt sich eine bodengleiche Dusche nachrüsten. Die entscheidende Frage ist nicht ob, sondern wie viel Aufbauhöhe zwischen Rohdecke und Fertigfußboden vorhanden ist. Wer dort mindestens 8 cm hat, kann in der Regel eine Duschrinne einbauen. Wer weniger hat, greift zu einem Pumpensystem oder einem vorgefertigten Duschboard. Und wer eine Badewanne ersetzen will, hat oft mehr Spielraum als gedacht, weil der Wannenbereich bereits tiefer liegt.
Kurz zur Abgrenzung: Bodengleich bedeutet schwellenlos, also kein Hindernis beim Eintreten. Barrierearm heißt, es gibt noch eine flache Restschwelle, etwa bei einer niedrigen Duschtasse. Beides ist nachrüstbar, aber nur die schwellenlose Variante erfüllt die Anforderungen der DIN 18040-2 für echte Barrierefreiheit.
Die typischen Lösungen im Überblick:
- Duschboard aus Hartschaum (z. B. wedi-artige Systeme): ab ca. 23–25 mm Aufbauhöhe, ideal für Holzbalkendecken
- Flache Duschtasse mit Restschwelle: schnell eingebaut, geringe Aufbauhöhe nötig, barrierearm
- Duschrinne (Linienablauf): ab ca. 8–12 cm Aufbauhöhe
- Punktablauf: ab ca. 12–15 cm Aufbauhöhe
- Pumpensystem/Hebeanlage: ab ca. 3,8 cm, wenn kein Gefälle zum Fallstrang möglich ist
Profi-Tipp: Messen Sie die Aufbauhöhe an der dünnsten Stelle, nicht an der günstigsten. Oft liegt unter der alten Wanne ein anderer Bodenaufbau als im restlichen Bad. Fotos vom Bestand und eine Skizze der Abflussposition sparen beim Vor-Ort-Termin viel Zeit.
Konkrete nächste Schritte: Aufbauhöhe messen, Position des vorhandenen Abflusses notieren, Fotos machen und mindestens drei Angebote von Fachbetrieben einholen.
Wichtige Erkenntnisse
Eine bodengleiche Dusche lässt sich in den meisten Bestandsbädern nachrüsten, wenn Aufbauhöhe und Abflussposition vorab geprüft werden und die Abdichtung nach DIN 18534 fachgerecht ausgeführt wird.
| Thema | Details |
|---|---|
| Aufbauhöhe prüfen | Mindestens 8–12 cm für Duschrinne, 12–15 cm für Punktablauf, ab 3,8 cm mit Pumpensystem. |
| Abdichtung sichern | DIN 18534 vorschreiben, Fluttest und Fotodokumentation vertraglich festhalten. |
| Barrierefreiheit vs. barrierearm | Schwellenlos nach DIN 18040-2 erfordert 120×120 cm Bewegungsfläche; Restschwelle gilt nur als barrierearm. |
| Förderung beantragen | Pflegekasse zahlt bis zu 4.000 € bei Pflegegrad; KfW-Programm 455-B für barrierearmes Wohnen prüfen. |
| Installateur John GmbH | Meisterbetrieb in Bremen mit 3D-Planung, DIN-konformer Abdichtung und Komplettservice vom Rückbau bis zur Übergabe. |
Inhaltsverzeichnis
- Warum lohnt sich der Umbau zur bodengleichen Dusche?
- Welche technischen Voraussetzungen müssen Sie prüfen?
- Welche Varianten gibt es, und welcher Ablauf passt zu Ihrem Bad?
- Was tun, wenn die Aufbauhöhe kaum reicht?
- Abdichtung und Normen: Was wirklich zählt
- Wie läuft der Umbau ab, und wie lange dauert er?
- Was kostet das Nachrüsten, und welche Förderungen gibt es?
- Wie machen Sie die Dusche barrierefrei und sicher?
- Checkliste für den Vor-Ort-Termin mit dem Fachbetrieb
- Wie ein Meisterbetrieb den Umbau in der Praxis umsetzt
- Was ich nach vielen Umbauten gelernt habe
- Ihr Badumbau in Bremen: Installateur John GmbH macht das
- Quellen
- FAQ
Warum lohnt sich der Umbau zur bodengleichen Dusche?
Der offensichtlichste Vorteil ist der Komfort. Kein Bein über die Wannenkante heben, kein Gleichgewichtsproblem beim Einsteigen. Das klingt banal, macht aber im Alltag einen spürbaren Unterschied, besonders morgens um 6 Uhr oder nach einem langen Tag.

Sicherheit ist das zweite Argument. Badewannen sind eine der häufigsten Sturzquellen im Haushalt. Eine schwellenlose Dusche mit rutschhemmendem Belag (Rutschhemmklasse R11 oder Barfußgruppe B) und ergänzenden Haltegriffen reduziert dieses Risiko erheblich. Wer heute 50 ist und vorausschauend plant, tut sich damit einen Gefallen, den er in 20 Jahren noch schätzen wird.
Dazu kommt der Immobilienwert. Bodengleiche Duschen gelten als modernes Ausstattungsmerkmal und sprechen beim Verkauf oder bei der Vermietung eine breitere Zielgruppe an. Ein Bad mit Wanne und Vorhang wirkt schlicht älter als eines mit offener Dusche und Glasabtrennung.
Wer bereits einen Pflegegrad hat oder absehbar haben wird, kann außerdem Zuschüsse aus der Pflegekasse beantragen. Für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, zu denen der Duschumbau zählt, sind bis zu 4.000 € pro Maßnahme möglich. Das macht den Umbau finanziell deutlich attraktiver, als viele zunächst annehmen.
Welche technischen Voraussetzungen müssen Sie prüfen?
Die Aufbauhöhe ist der Dreh- und Angelpunkt jeder Planung. Sie beschreibt den Abstand zwischen der Rohdecke (also dem nackten Beton oder den Holzbalken) und dem fertigen Fußboden. Je mehr davon vorhanden ist, desto mehr Spielraum hat der Fachbetrieb bei der Wahl des Ablaufsystems.
Laut Barrierefrei-Profis gelten folgende grobe Richtwerte:
- Ab ca. 12–15 cm: klassischer Punktablauf realisierbar
- Ab ca. 8–12 cm: Duschrinne (Linienablauf) möglich
- Ab ca. 3,8 cm: Pumpensystem als Notlösung bei extremem Platzmangel
- Ab ca. 23–25 mm: vorgefertigte Duschboards für Holzbalkendecken
Die Lage des vorhandenen Abflusses ist das zweite Kriterium. Je näher der neue Ablauf am bestehenden Fallstrang liegt, desto einfacher und günstiger wird die Verlegung. Große Distanzen bedeuten mehr Stemm- und Estricharbeit.
Profi-Tipp: Prüfen Sie auch, ob Ihre Badtür nach innen öffnet. Eine nach innen schwingenden Tür kann die nutzbare Bewegungsfläche in der Dusche erheblich einschränken. Ein Wechsel auf eine Schiebetür lässt sich gut in den Umbau integrieren und verbessert die Nutzbarkeit deutlich, wie auch IFBA in seinem Ratgeber betont.
Beim Untergrund unterscheidet man zwei Haupttypen:
- Betondecke: Stabiler Untergrund, Estrich kann gefräst oder neu aufgebaut werden. Mehr Flexibilität bei der Ablauftiefe.
- Holzbalkendecke: Kritischer, weil Feuchtigkeit das Holz schädigt. Hier sind spezielle wasserdichte Duschboards Pflicht, und der Schallschutz muss mitgedacht werden.
- Statik prüfen lassen: Bei älteren Gebäuden sollte ein Fachbetrieb beurteilen, ob der Boden die Belastung durch Estrich, Fliesen und Ablaufsystem trägt.
- Schallschutz beachten: Besonders in Mehrfamilienhäusern ist der Trittschall ein Thema. Entkopplungsmatten unter dem Estrich helfen, Lärm in die Wohnung darunter zu reduzieren.
- Dokumente bereithalten: Baupläne, Grundrisse, Fotos des bestehenden Bodenaufbaus und die Position aller Leitungen erleichtern dem Fachbetrieb die Planung erheblich.
Welche Varianten gibt es, und welcher Ablauf passt zu Ihrem Bad?
Drei grundlegende Ausführungen stehen zur Wahl, und die Entscheidung hängt weniger vom Geschmack ab als von der Aufbauhöhe und dem Budget.

Bodengleiche (schwellenlose) Dusche: Der Boden geht nahtlos in die Duschfläche über. Kein Hindernis, maximale Barrierefreiheit.
Flache Duschtasse mit Restschwelle: Kompromiss für Bestandsbäder mit wenig Aufbauhöhe. Die Schwelle ist niedrig (oft 2–4 cm), was den Umbau vereinfacht und günstiger macht. Barrierearm, aber nicht barrierefrei im Sinne der DIN 18040-2.
Walk-in-Dusche / offene Dusche: Großzügige Glasabtrennung ohne Tür oder mit einer feststehenden Scheibe als Spritzschutz. Optisch offen, reinigungsfreundlich. Funktioniert gut in größeren Bädern, braucht aber ausreichend Abstand zur Tür.
Welches Ablaufsystem passt wozu?
- Punktablauf: Klassisch, günstig, braucht aber mehr Aufbauhöhe (ca. 12–15 cm). Das Gefälle läuft von allen Seiten zur Mitte, was die Fliesenverlegung aufwendiger macht.
- Linienablauf / Duschrinne: Wandbündig oder mittig, eleganter in der Optik. Gefälle nur in eine Richtung nötig, dadurch einfachere Fliesenverlegung. Braucht weniger Aufbauhöhe als der Punktablauf.
- Wandablauf: Der Ablauf sitzt direkt in der Wand, der Boden bleibt völlig frei. Optisch sehr clean, aber technisch aufwendig und teuer. Wartung erfordert Zugang zur Wand.
- Pumpensystem: Kein Gefälle zum Fallstrang nötig. Die Pumpe hebt das Abwasser aktiv an. Braucht Strom, erzeugt Betriebsgeräusche und muss regelmäßig gewartet werden.
| Ablauftyp | Mindest-Aufbauhöhe | Reinigungsaufwand | Kosten (relativ) |
|---|---|---|---|
| Punktablauf | ca. 12–15 cm | mittel | niedrig |
| Linienablauf | ca. 8–12 cm | gering | mittel |
| Wandablauf | ca. 8–10 cm | gering | hoch |
| Pumpensystem | ab ca. 3,8 cm | höher (Wartung) | hoch |
Was tun, wenn die Aufbauhöhe kaum reicht?
Geringe Aufbauhöhe ist das häufigste Problem in Altbauten, und es gibt dafür echte Lösungen, keine Notbehelfe.
Pumpensysteme (Hebeanlagen): Funktionieren ab etwa 3,8 cm Aufbauhöhe und sind damit die Option für Extremfälle. Das Abwasser wird aktiv nach oben gepumpt und in den Fallstrang gedrückt. Der Haken: Die Pumpe braucht Strom, erzeugt ein leises Betriebsgeräusch und muss alle paar Jahre gewartet werden. Wartungszugänge müssen von Anfang an eingeplant werden, sonst wird jede Reparatur teuer. Schallschutzmaßnahmen sind bei Mehrfamilienhäusern Pflicht.

Vorgefertigte Duschboards aus Hartschaum: Für Holzbalkendecken oft die einzig sinnvolle Wahl. Diese Elemente (ähnlich wie wedi-Systeme) sind bereits mit dem nötigen Gefälle vorgefertigt, wasserdicht und leicht. Aufbauhöhen ab ca. 23–25 mm sind realisierbar. Sie müssen sorgfältig an die Tragstruktur angepasst werden, damit keine Hohlstellen entstehen.
Flache Duschtassen als Kompromiss: Wer keine schwellenlose Lösung braucht, kommt mit einer flachen Acryl- oder Steinzeug-Duschtasse oft am günstigsten weg. Einbau ist weniger invasiv, Trocknungszeiten entfallen weitgehend. Die Restschwelle bleibt, aber sie ist niedrig genug für die meisten Alltagssituationen.
Bodenanhebung / Podest: Wenn der Boden angehoben wird, um mehr Aufbauhöhe zu schaffen, verliert man Raumhöhe und muss den Übergang zum restlichen Badezimmerboden lösen. Sinnvoll nur, wenn die Raumhöhe es erlaubt und kein anderer Weg bleibt.
| Lösung | Aufbauhöhe | Kosten | Invasivität | Wartung |
|---|---|---|---|---|
| Duschboard (Hartschaum) | ab ca. 23 mm | mittel | gering | keine |
| Flache Duschtasse | ab ca. 5–8 cm | niedrig | gering | keine |
| Linienablauf | ab ca. 8–12 cm | mittel | mittel | gering |
| Pumpensystem | ab ca. 3,8 cm | hoch | mittel | regelmäßig |
| Bodenanhebung | variabel | mittel bis hoch | hoch | keine |
Abdichtung und Normen: Was wirklich zählt
Fehlerhafte oder fehlende Verbundabdichtung ist die häufigste Ursache für Feuchteschäden nach dem Einbau einer bodengleichen Dusche. Wer an der Abdichtung spart, zahlt später oft das Drei- bis Fünffache für die Sanierung. Lassen Sie sich die Abdichtungsart nach DIN 18534 und einen Fluttest schriftlich zusichern, bevor Sie den Auftrag unterschreiben.
Die DIN 18534 regelt die Innenabdichtung von Nassräumen und schreibt vor, welche Wasserbelastungsklassen (W0 bis W3) für welche Bereiche gelten. Eine bodengleiche Dusche fällt in der Regel in Klasse W2 (hohe Wasserbelastung). Das bedeutet: vollflächige Verbundabdichtung unter den Fliesen, Dichtbänder an allen Ecken und Anschlüssen sowie Manschetten an Rohrdurchführungen.
Die DIN 18040-2 definiert, wann eine Dusche tatsächlich barrierefrei ist. Schwellenlos allein reicht nicht. Gefordert sind außerdem ausreichende Bewegungsflächen: mindestens 120 × 120 cm vor der Dusche, für Rollstuhlnutzer mindestens 150 × 150 cm. Eine Walk-in-Dusche mit kleiner Restschwelle ist lediglich barrierearm, nicht barrierefrei im Normsinne.
Praktische Abdichtungsschritte, die ein Fachbetrieb dokumentieren sollte:
- Untergrundvorbereitung und Grundierung
- Vollflächige Verbundabdichtung (Dichtschlämme oder Flüssigfolie)
- Dichtbänder an Boden-Wand-Ecken und Wandecken
- Manschetten an allen Rohrdurchführungen
- Fluttest: Duschbereich für mindestens 24 Stunden mit Wasser befüllen, Pegelstand kontrollieren
- Fotodokumentation aller Abdichtungsschichten vor dem Verfliesen
Wie läuft der Umbau ab, und wie lange dauert er?
Der Zeitplan hängt stark davon ab, wie tief in den Bestand eingegriffen wird. Eine Systemlösung mit vorgefertigtem Duschboard kann an einem Tag eingebaut sein. Ein vollständiger Umbau mit neuem Estrich, Fliesen und Glasabtrennung dauert deutlich länger.
- Vor-Ort-Termin und Bestandsaufnahme: Der Fachbetrieb misst die Aufbauhöhe, prüft den Untergrund, fotografiert die Abflussposition und erstellt ein detailliertes Angebot. Dauer: 1–2 Stunden.
- Rückbauphase: Wanne oder alte Duschwanne wird ausgebaut, Schuttentsorgung organisiert, ggf. Estrich geöffnet. Bei einer Badewanne muss oft auch der Wannenträger entfernt werden. Dauer: halber bis ganzer Tag.
- Rohinstallation: Neuer Ablauf wird gesetzt, Leitungen verlegt oder angepasst, Duschboard oder Estrichaufbau eingebracht. Bei Pumpensystemen kommt der Elektroanschluss hinzu. Dauer: 1–2 Tage.
- Abdichtung: Verbundabdichtung auftragen, Dichtbänder und Manschetten setzen, Trocknungszeit einhalten (je nach Produkt 12–24 Stunden). Fluttest durchführen und dokumentieren.
- Fliesenarbeiten: Boden und Wände verfliesen, Fugen setzen, Trocknungszeit für Kleber und Fugenmörtel (24–48 Stunden). Dauer: 1–3 Tage je nach Fläche.
- Endmontage: Armaturen, Glasscheibe oder Duschkabine, Haltegriffe, Sitz und Endreinigung. Dauer: halber Tag.
Manche Systemlösungen ermöglichen die Nutzbarkeit bereits am nächsten Werktag, während komplexe Umbauten mit Estrich und vollständiger Neuverfliesung zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen können, wenn Trocknungszeiten konsequent eingehalten werden. Das Bad ist während der Kernarbeiten nicht nutzbar. Wer nur ein Bad hat, sollte das im Vorfeld mit dem Betrieb besprechen.
Was kostet das Nachrüsten, und welche Förderungen gibt es?
Die Kosten hängen von vier Hauptfaktoren ab: Aufbauhöhe (bestimmt den technischen Aufwand), Fliesenwahl, Glasabtrennung und Ausstattung (Armaturen, Griffe, Sitz). Wer eine einfache Systemlösung will, zahlt weniger. Wer komplett neu verfliesen und eine hochwertige Glasdusche einbauen lassen will, zahlt mehr.
Grobe Kostenspannen:
- Systemlösung mit Duschboard und flacher Duschtasse (Teilaustausch): ab ca. 1.500–3.000 € inkl. Montage
- Vollständiger Umbau mit bodengleichem Ablauf, neuen Fliesen und Glasabtrennung: häufig deutlich höher, je nach Aufwand und Materialwahl
- Pumpensystem inkl. Einbau: mehrere hundert bis über 1.500 € allein für die Pumpe, zuzüglich Installationskosten
- Zusatzarbeiten: Elektro (für Pumpe), Entsorgung, Türanpassung, Haltegriffe und Sitz kommen obendrauf
Einfache bodengleiche Lösungen können im Neubau ab rund 1.500 € starten, im Bestand mit Rückbau und Estricharbeiten liegt die Untergrenze in der Praxis meist höher.
Fördermöglichkeiten in Deutschland:
- Pflegekasse: Bei vorhandenem Pflegegrad (ab Grad 1) können bis zu 4.000 € Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen beantragt werden. Der Umbau zur barrierefreien Dusche zählt ausdrücklich dazu. Antrag vor Baubeginn stellen.
- KfW-Programm 455-B: Zuschüsse für barrierearmes Wohnen, auch für Bestandsgebäude. Kombination mit energetischen Maßnahmen möglich.
- Landesförderprogramme: Einige Bundesländer bieten ergänzende Zuschüsse. Beim zuständigen Amt oder einer Verbraucherzentrale nachfragen.
Profi-Tipp: Lassen Sie sich im Angebot jeden Kostenblock einzeln ausweisen: Material, Lohn, Abdichtung, Entsorgung, Zusatzarbeiten. So sehen Sie sofort, wo Spielraum ist, und können Angebote wirklich vergleichen. Mindestens drei Angebote einholen.
Wie machen Sie die Dusche barrierefrei und sicher?
Die Technik allein reicht nicht. Was aus einer bodengleichen Dusche eine wirklich sichere und komfortable Lösung macht, sind die Details der Ausstattung.
- Rutschhemmender Boden: Mindestens Rutschhemmklasse R10, besser R11. Für Barfußbereiche gilt die Barfußgruppe B. Anti-Rutsch-Beschichtungen können nachträglich aufgetragen werden, sind aber kein vollwertiger Ersatz für den richtigen Belag von Anfang an.
- Thermostatarmatur: Schützt vor Verbrühungen, besonders wichtig für Kinder und ältere Menschen. Die Temperatur lässt sich auf maximal 38 °C begrenzen.
- Höhenverstellbare Handbrause: Ermöglicht die Nutzung im Sitzen und erleichtert die Pflege durch Dritte. Gleitschienenbrausen sind flexibler als fest montierte Varianten.
- Haltegriffe: Horizontal für Stabilität beim Eintreten, vertikal für Unterstützung beim Aufstehen. Die Montage muss in tragfähigem Untergrund erfolgen, nicht nur in der Fliese.
- Klappbarer Wandsitz: Platzsparend und praktisch. Belastbarkeit mindestens 150 kg wählen. Alternativ ein mobiler Duschstuhl, der flexibler ist, aber Stellfläche braucht.
- Beleuchtung: Blendfreie, feuchtraumgeeignete Leuchten, die auch im Sitzen gut ausleuchten. Bewegungsmelder als Ergänzung sinnvoll.
Thermostatarmatur, höhenverstellbare Handbrause, Haltegriffe und rutschhemmende Beläge gelten als Basisausstattung für eine sicher nutzbare barrierefreie Dusche.
Profi-Tipp: Planen Sie Haltegriffe von Anfang an mit ein, auch wenn Sie sie heute noch nicht brauchen. Nachrüsten in der fertigen Fliese ist teurer und optisch schlechter als eine sauber geplante Montage im Zuge des Umbaus.
Checkliste für den Vor-Ort-Termin mit dem Fachbetrieb
Ein gut vorbereiteter Termin spart Zeit und führt zu vergleichbaren Angeboten. Was Sie bereithalten und fragen sollten:
- Aufbauhöhe messen: An der dünnsten Stelle, möglichst an zwei verschiedenen Punkten im geplanten Duschbereich.
- Position des Abflusses notieren: Wo liegt der aktuelle Abfluss? Wo ist der Fallstrang? Fotos aus verschiedenen Winkeln machen.
- Raummaße aufnehmen: Breite und Tiefe des geplanten Duschbereichs, Abstand zur Tür, Türöffnungsrichtung.
- Fotos bereithalten: Bestehende Anschlüsse, Bodenaufbau (falls sichtbar), Deckendetails, Unterseite des Bodens (falls zugänglich, z. B. vom Keller aus).
- Baupläne oder Grundrisse mitbringen: Falls vorhanden, erleichtern sie die Einschätzung der Leitungsführung erheblich.
- Fragen an den Fachbetrieb:
- Welche Abdichtungsmethode wird eingesetzt, und entspricht sie DIN 18534?
- Wird ein Fluttest durchgeführt und dokumentiert?
- Wie wird der Schallschutz gelöst (besonders in Mehrfamilienhäusern)?
- Welche Garantien gelten für Abdichtung und Materialien?
- Sind Entsorgungskosten im Angebot enthalten?
- Wie ist der geplante Zeitrahmen, und wie lange ist das Bad nicht nutzbar?
- Angebotscheck: Was ist im Festpreis enthalten (Material und Lohn), welche Arbeiten werden separat berechnet, wie sind die Zahlungsmodalitäten?
Eine ausführlichere Checkliste für barrierefreie Sanierungen finden Sie im Blog von Installateur John GmbH.
Wie ein Meisterbetrieb den Umbau in der Praxis umsetzt
Ein lokaler Meisterbetrieb bringt beim Nachrüsten einer begehbaren Dusche konkrete Vorteile mit, die über das reine Handwerk hinausgehen.
- Vor-Ort-Planung mit 3D-Visualisierung: Installateur John GmbH nutzt einen 3D-Planer und Budgetkalkulator, damit Sie vor dem ersten Spatenstich sehen, wie das fertige Bad aussieht und was es kostet.
- Abdichtung nach DIN 18534: Jeder Umbau wird mit vollflächiger Verbundabdichtung, Dichtbändern und Manschetten ausgeführt. Fluttests werden fotografisch dokumentiert und dem Kunden übergeben.
- Lösungen für Altbau-Probleme: Holzbalkendecken, geringe Aufbauhöhe, alte Leitungsführung. Das sind keine Ausnahmen, sondern der Alltag in Bremer Bestandsgebäuden. Der Betrieb kennt diese Situationen und hat erprobte Lösungen dafür.
- Alles aus einer Hand: Sanitär, Abdichtung, Fliesen, Montage und Wartung von Hebeanlagen. Kein Koordinationsaufwand zwischen verschiedenen Gewerken.
- Wartung und Nachsorge: Pumpensysteme brauchen regelmäßige Wartung. Installateur John GmbH bietet langfristige Betreuung, damit die Anlage zuverlässig läuft.
Ein Meisterbetrieb ist nicht nur für den Einbau verantwortlich, sondern auch für die Normkonformität. Wer die Abdichtung nach DIN 18534 dokumentiert und einen Fluttest durchführt, liefert Ihnen nicht nur ein funktionierendes Bad, sondern auch den Nachweis, den Sie bei Versicherungsschäden oder beim Immobilienverkauf brauchen.
Mehr zum Leistungsumfang für barrierefreie Bäder in Bremen finden Sie direkt auf der Website von Installateur John GmbH.
Was ich nach vielen Umbauten gelernt habe
Das größte Problem beim Nachrüsten einer begehbaren Dusche ist nicht die Technik. Es ist die fehlende Vorbereitung vor der Angebotsannahme.
Immer wieder passiert dasselbe: Ein Angebot wird auf Basis von Fotos und einer kurzen Beschreibung erstellt. Der Handwerker kommt, öffnet den Boden und stellt fest, dass die Aufbauhöhe 4 cm geringer ist als angenommen, oder dass unter der alten Wanne ein Holzbalken liegt, der eine komplett andere Lösung erfordert. Was folgt, sind Nachträge, Diskussionen und ein Kunde, der das Gefühl hat, über den Tisch gezogen worden zu sein.
Das lässt sich verhindern. Wer vor dem Angebot eine gründliche Bestandsaufnahme macht, wer den Boden öffnet, wenn nötig, und wer die Abdichtungsmethode und den Fluttest vertraglich festhält, der hat am Ende keine bösen Überraschungen. Fotos von jedem Arbeitsschritt sind kein Misstrauen, sondern Handwerksstandard. Und ein Angebot, das jeden Kostenblock einzeln ausweist, ist kein Zeichen von Misstrauen, sondern von Professionalität.
Die Abdichtung zuerst vertraglich sichern, dann den Rest planen. Das ist die Kurzfassung aus vielen Projekten.
Ihr Badumbau in Bremen: Installateur John GmbH macht das
Wer in Bremen eine begehbare Dusche nachrüsten will, hat mit Installateur John GmbH einen Meisterbetrieb an der Seite, der den gesamten Weg von der Planung bis zur Übergabe übernimmt. Kein Koordinieren zwischen Sanitär, Fliesen und Abdichtung. Kein Rätselraten über Kosten.

Der Einstieg ist einfach: Der Badanfrage-Assistent führt Sie in wenigen Minuten durch die wichtigsten Fragen zu Ihrem Bad. Danach folgt ein Vor-Ort-Termin mit Messprotokoll, 3D-Planung und einem Angebot, das jeden Kostenblock transparent ausweist. Abdichtung nach DIN 18534, Fluttest, Fotodokumentation und Wartungsvertrag für Hebeanlagen sind kein Aufpreis, sondern Standard. Für Bremer Hausbesitzer, die es richtig machen wollen: Komplettsanierung aus einer Hand gibt es direkt auf der Website.
Quellen
Wer tiefer einsteigen will, findet hier die wichtigsten Referenzen:
- Bodengleiche Dusche nachrüsten: Machbarkeit, Technik und Ablauf – Barrierefrei-Profis
- Badewanne zur Dusche umbauen: So geht der Austausch
FAQ
Kann man eine normale Dusche zur bodengleichen Dusche umbauen?
Ja, in den meisten Fällen ist das möglich. Entscheidend ist die vorhandene Aufbauhöhe: Ab ca. 8–12 cm ist eine Duschrinne realisierbar, ab ca. 12–15 cm ein klassischer Punktablauf. Bei sehr geringer Aufbauhöhe hilft ein Pumpensystem.
Was kostet es, eine begehbare Dusche einzubauen?
Einfache Systemlösungen starten ab ca. 1.500–3.000 € inkl. Montage. Vollständige Umbauten mit neuen Fliesen, Glasabtrennung und Abdichtung liegen in der Praxis häufig höher, je nach Aufwand und Materialwahl.
Wann ist eine ebenerdige Dusche nicht möglich?
Wenn die Aufbauhöhe zu gering ist und kein Pumpensystem in Frage kommt, oder wenn der Untergrund (z. B. eine instabile Holzbalkendecke) den Einbau nicht zulässt. Ein Vor-Ort-Termin mit Messung klärt das zuverlässig.
Wie tief muss eine begehbare Dusche ohne Tür sein?
Für eine offene Walk-in-Dusche ohne Tür empfehlen Fachbetriebe ausreichend Tiefe, damit der Spritzbereich gut begrenzt ist. Die Glasscheibe als Spritzschutz sollte etwas über die Duschbreite hinausragen.
Gibt es Förderungen für den Duschumbau in Deutschland?
Ja. Bei vorhandenem Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.000 € Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen wie den Umbau zur barrierefreien Dusche. Zusätzlich gibt es das KfW-Programm 455-B für barrierearmes Wohnen. Den Antrag immer vor Baubeginn stellen.
